MITEINANDER ESSEN – ein Projekt der Evangelischen Kirchengemeinde Hörde

„Miteinander essen, das kann schön sein…“ heißt es in einem Tischlied.

Leider ist es in Hörde nicht jedem Kind vergönnt, eine regelmäßige warme Mahlzeit zu bekommen.
Das Mitagessen gehört mittlerweile zum Kernbereich des Angebotes der offenen Ganztagsbetreuung.

Aber: Nicht alle Kinder können am Mittagessen teilnehmen!

Viele Hörder Familien sind nicht in der Lage, ihren Kindern eine regelmäßige Mahlzeit zu finanzieren: Arbeitslosigkeit oder andere schwierige Lebenslagen sind häufig die Ursache, die die betroffenen Kinder durch Verzicht auf eine warme Mahlzeit mittragen müssen.

Deshalb gibt es unser Hilfsprojekt „Miteinander essen“!

Hier aktuelle Infos bitte anklicken:
Bericht von Dr. Uwe Bitzel – ev. Kirche Dortmund

obiger Zeitungsartikel aus: Ruhrnachrichten – 31.10.2018
der Text der Redakteurin Susanne Riese zum Nachlesen:

31. 10. 2018
Elf Jahre „Miteinander essen“

HÖRDE. Das Projekt „Miteinander essen“ gibt es seit elf Jahren. Mithilfe von Spendengeld werden Kinder aus sozial schwachen Familien mit einer warmen Mahlzeit versorgt. Das Projekt ist nötiger denn je.

Von Susanne Riese

Kinder sollen versorgt sein, Gemeinschaft erleben und einmal am Tag eine warme Mahlzeit bekommen. Weil das in Hörde längst nicht in allen Familien gewährleistet ist, gibt es seit elf Jahren das Spendenprojekt „Miteinander essen“ der evangelischen Kirchengemeinde Hörde.
Mittlerweile unterstützt das Hilfsprojekt sieben Schulen, zwei evangelische Kindergärten und zwei Projekte. Vertreter der Einrichtungen trafen sich gestern zum Austausch im Gemeindehaus. Sie erhalten jeweils 2000 Euro aus dem Spendentopf.

Picknick-Konzert
Insgesamt 22.000 Euro können Pfarrer Martin Pense und Kirchenmeisterin Christine Keil-Paust als Projektleiter in diesem Jahr für „Miteinander essen“ verteilen. Darunter auch 1600 Euro, die durch Ticket- und Essenverkauf bei einem Benefizkonzert des Lions Clubs Dortmund-Fluxa im September zusammenkamen. Die „Swingin´ Voices“ sind zugunsten des Hilfsprojekts in der Lutherkirche aufgetreten. Die Präsidentin des Lions-Clubs, Susanne Schmidt, übergab gestern den symbolischen Scheck.

Nur dank solcher Aktionen und vieler Dauerspender sei das Projekt überhaupt möglich, sagt Pfarrer Martin Pense. Er habe immer gehofft, dass es irgendwann überflüssig werde, aber Kinderarmut sei mehr denn je ein Thema.

Wie drängend die Probleme sind, schilderten eindrucksvoll die Vertreter der Schulen und Kitas. Sorgen machen ihnen vor allem die Kinder in der „Grauzone“, wie sie sagen. Kinder, die keine Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) erhalten, aber dennoch Hilfe brauchen. Für die Betroffenen sei der Essens-Beitrag von 60 Euro im Monat oft nicht zu stemmen, erzählt Gabi Mischnat vom Elias-Kindergarten. Trotz mehrerer Jobs reicht es bei vielen hinten und vorne nicht.

Ähnliche Erfahrungen macht Gabriele Tietz vom Ev. Familienzentrum „Zum guten Hirten“. „Das Projekt ermöglicht uns eine gesunde Ernährung mit Obst und Gemüse und eine Koch-AG“, sagt sie. „Viele Schüler sind über- oder untergewichtig. Abends gibt es bei ihnen zuhause Toast oder Pommes.“

Das Miteinander zählt
Die Projektidee geht aber weit über den Versorgungsgedanken hinaus. Das Miteinander ist den Initiatoren wichtig, so wie es bei den „LuziFairs“ gelebt wird. Die Jugendgruppe erhält seit zwei Jahren Unterstützung für das gemeinsame Kochen und Essen. „Miteinander an einem Tisch essen – das ist für viele undenkbar, genauso wie mit Paprika kochen“, erzählt Christine Keil-Paust.

An der Brücherhofschule ist etwa die Hälfte der Kinder in der Ganztagsbetreuung BuT-berechtigt, an der Konrad-von-der-Mark-Schule 70 bis 75 Prozent. Aber noch mehr bräuchten Unterstützung, darunter auch viele neu zugewanderte Familien. Mit der Brücherhof-Grundschule wurde „Miteinander essen“ vor elf Jahren ins Leben gerufen, weil hungrige Kinder die Köchin anbettelten. Heute gibt es ein ganzheitliches Angebot mit Frühstück, Obst, Sport-, Gesundheits- und Bewegungsprogramm. „Wir sind dank der Hilfe auf einem guten Weg“, sagt Schulleiterin Christine Schädel.

An den weiterführenden Schulen erleben die Kollegen das Gefälle zwischen Reich und Arm noch krasser. „Die Wohlstandsschere klafft weit auseinander“, sagt Jörg Skubinn, Leiter der Marie-Reinders-Realschule.

Ähnlich sieht es am Goethe- und Phoenix-Gymnasium aus. Das Projekt mache es möglich, dass kein Schüler aus finanziellen Gründen auf etwas verzichten muss, so Skubinn: „Alle Kinder können an allem teilnehmen.“ Am 15. Dezember gibt es ein Dankeschön-Konzert für alle Spender.

Spendenprojekt

Folgende Einrichtungen werden unterstützt: Evangelisches Familienzentrum „Zum Guten Hirten“, Evangelischer Elias-Kindergarten, Brücherhof-Grundschule, die Stift-Grundschule, die Weingartenschule am See, die Konrad-Von-der Mark-Schule, die Marie-Reinders-Realschule, das Goethe-Gymnasium, das Phoenix-Gymnasium und die Evangelische Jugend Hörde.

Zum aktuellen Stand:
Zu Beginn des neuen Schul- bzw. Kindergartenjahres 2018/2019 konnten wir erneut dankbar auf die große Unterstützung unseres Hilfsprojektes durch zahlreiche Einzelspenden, Daueraufträge und unterschiedliche Spendenaktionen zurückblicken.

Am 16. September veranstaltet der Lions-Club Dortmund-Fluxa e.V. ein Picknick-Benefiz-Konzert mit den „Swingin` voices“ in der Lutherkirche zugunsten unseres Hilfsprojektes. Susanne Schmidt, Präsidentin des Lions-Clubs überreichte uns einen Scheck in Höhe von 1.600 €.
Auch auf unserem Erntemarkt kam  am Stand von „Miteinander essen“ eine großartige Summe von 1.600 € zusammen!

Am 30. Oktober haben wir den Vertretern und Vertreterinnen der sieben beteiligten Hörder Schulen, unserer Ev. Jugendarbeit und unserer beiden Kindergärten eine Summe von jeweils 2.000 € aus dem Spendentopf übergeben können. Beim gemeinsamen Treffen wurde erneut bestätigt, dass die Zahl der zu unterstützenden Kinder und Jugendlichen in den Schulen und Kindergärten steigend ist. Deshalb ist weiterhin jede Spende wertvoll und notwendig, damit niemand von der Teilnahme an den Mahlzeiten ausgeschlossen werden muss.

Außerdem haben bei diesem Treffen die Vertreter der Schulen in Aussicht gestellt, zum 11-jährigen Bestehen von „Miteinander essen“ ein besonders umfangreiches und buntes Programm zum adventlichen Dankeschön-Konzert anzubieten. Dazu laden wir wieder alle Spender und Interessenten herzlich ein: Samstag, 15.12. um 16 Uhr in der Lutherkirche.

Martin Pense – November 2018

aus: Ruhrnachrichten 18.10.2017

Weitere Infos bei der Projektleitung:
Kirchmeisterin Christine Keil-Paust
Pfarrer Martin Pense (0231/462960)

Logo-Miteinander essen

BANKVERBINDUNG:
Spendenkonto Ev. Kirchengemeinde Hörde
Sparkasse Dortmund
IBAN: DE18 4405 0199 0511 0070 54
Verwendungszweck:
„Miteinander essen“
Name und Adresse bitte angeben für die Spendenbescheinigung!

HINTERGRUND – WIE FING ALLES AN?

Das Hilfsprojekt „Miteinander Essen“ ist im September 2007 aufgrund eines Hilferufs von Bernd Lohhoff, Rektor der Hörder Brücherhof-Grundschule entstanden. Dort gab es einen Missstand in der Übermittagbetreuung, dass viele Kinder aus sozial-schwachen Familien die Finanzierung der Mittagsmahlzeiten nicht aufbringen könnten.
Daraufhin hat die Evangelische Kirchengemeinde Hörde sofort Hilfe angeboten und die Werbetrommel gerührt, damit Gelder zur Unterstützung direkt vor Ort in der Schulbetreuung zur Verfügung gestellt werden können. Das Abschiedskonzert der damaligen Kirchenmusikdirektorin Ruth Jürging bildete den Auftakt zu dem Projekt „Miteinander Essen“. Die Resonanz, für die Kinder zu spenden, war überraschend gut. Nach kurzer Zeit war die Essensversorgung für die Kinder an der Brücherhof-Grundschule für ein Schuljahr gesichert. Im Frühjahr 2008 wurde deutlich, dass auch an anderen Schulen und Kindertagesstätten in Hörde die Finanzierung der Mittagsmahlzeiten durch Land und Stadt für Kinder aus sozial-schwachen Familien nicht ausreichend war und so wurde das Projekt ausgeweitet.

Beachflag Miteinander essen

Mittlerweile werden in Hörde folgende Schulen und Kindergärten über das Projekt unterstützt: Brücherhof-Grundschule, Stift-Grundschule, Weingartenschule am See
Konrad-von-der-Mark-Haupt-Schule,
Marie-Reinders-Realschule,
Goethe-Gymnasium,
Phoenix-Gymnasium,
Ev. Familienzentrum „Zum Guten Hirten“ und
Ev. Elias-Kindergarten.

Der Bedarf ist in allen geförderten Institutionen nach wie vor sehr groß, so dass der Entschluss, unser Hilfsprojekt zu unterstützen, eine weitere große Hilfe für die Kinder im laufenden Schul- bzw. Kindergartenjahr bedeutet.
Vielen Dank!
Stand: August 2017

Hier das Plakat zum Download:
MiteinanderEssen2017