MITEINANDER ESSEN – ein Projekt der Evangelischen Kirchengemeinde Hörde

„Miteinander essen, das kann schön sein…“ heißt es in einem Tischlied.

Leider ist es in Hörde nicht jedem Kind vergönnt, eine regelmäßige warme Mahlzeit zu bekommen.
Das Mitagessen gehört mittlerweile zum Kernbereich des Angebotes der offenen Ganztagsbetreuung.

Aber: Nicht alle Kinder können am Mittagessen teilnehmen!

Viele Hörder Familien sind nicht in der Lage, ihren Kindern eine regelmäßige Mahlzeit zu finanzieren: Arbeitslosigkeit oder andere schwierige Lebenslagen sind häufig die Ursache, die die betroffenen Kinder durch Verzicht auf eine warme Mahlzeit mittragen müssen.

Deshalb gibt es unser Hilfsprojekt „Miteinander essen“!

Zum aktuellen Stand:

Warmes Essen für jedes Kind

„Miteinander Essen“ der Hörder Gemeinde wird ausgeweitet

DORTMUND – Vor zwölf Jahren hat die evangelische Kirchengemeinde Hörde das Projekt „Miteinander essen“ aus der Taufe gehoben. Sein Ziel: jedes Kind in den Hörder Schulen oder Kitas soll ein gesundes und warmes Mittagessen bekommen – unabhängig davon, ob die Eltern das bezahlen können oder nicht. Dafür wirbt „Miteinander essen“ Jahr für Jahr Spenden ein. 300.000 Euro waren es bisher. Und in diesem Jahr soll, so Kirchmeisterin Christine Keil-Paust, die 40.000 Euro-Marke „geknackt werden.“ Das sei ein „Rekordergebnis“.

Insgesamt zwölf Einrichtungen sind es, die von den Spenden profitieren. Neben den Kitas und Schulen sind es auch die Kinder-Kochgruppe der Dortmunder Tafel und die Kindergruppe „Wir am Hörder Neumarkt.“ Nur mit Hilfe des Projekts der Gemeinde können Kinder aus sozial schwachen Familien in der Übermittagsbetreuung eine warme Mahlzeit bekommen. Stolz, doch gleichzeitig auch traurig ist Pfarrer Martin Pense. „Beim Start vor zwölf Jahren haben wir gehofft, dass es schnell überflüssig sein wird. Wir dachten, die Politik würde die Verantwortung übernehmen.“ Tatsächlich ist das „Bildungs- und Teilhabepaket“ auf den Weg gebracht worden, das hilfebedürftige Schülerinnen und Schüler unterstützt. Doch das reicht nicht. Es sei, so Pfarrer Pense, „nur ein kläglicher Versuch“. Denn aus Scham stelle nur ein Teil der Anspruchsberechtigten einen entsprechenden Antrag. Und es gebe eine „Grauzone“ derer, die zwar unterstützungsbedürftig seien, doch keine Ansprüche auf das Bildungspaket haben. Genau hier hilft „Miteinander essen“. So bietet der Elias-Kindergarten seit sechs Jahren eine Vollverpflegung für seine Kinder. „Doch trotz Bildungs- und Teilhabepaket könnten wir dieses Angebot nicht aufrecht erhalten“, berichtet Kita-Leiterin Gaby Mischnat. Deshalb ist sie froh, dass „Miteinander essen“ einspringt. Auch andere beklagen, dass viele Hilfebedürftige durch das soziale Raster fallen. Betroffen seien Alleinerziehende oder Familien mit vielen Kindern, erzählt Sabine Wiezorrek von der Weingarten-Schule. Das sei auch der Fall, wenn beide Elternteile arbeiten. „Es fehlt dann am Nötigsten, um selbst Schulmaterial zu kaufen.“ Künftig will „Miteinander essen“ sich auch darum kümmern. Denn Martin Pense kündigte eine entsprechende Ausweitung des Projekts an. „In Zukunft geht es nicht nur um materielle, sondern auch um geistige Nahrung.“

Spendenkonto Ev. Kirchengemeinde Hörde, IBAN: DE18 4405 0199 0511 0070 54, Verwendungszweck „Miteinander essen“, Name und Adresse

06.11.2019
Dr. Uwe Bitzel 
Evangelischer Kirchenkreis Dortmund
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

05.11.2019 Dortmund Hoerde – Luthereck ev Gemeindehaus Wellinghoferstr Miteinander Essen – Copyright Stephan Schuetze

Zwölf Hörder Einrichtungen – Schulen, Kitas und Initiativen – profitieren von den Spenden des Gemeindeprojekts „Miteinander Essen“. Foto: Stephan Schütze

Weitere Infos bei der Projektleitung:
Kirchmeisterin Christine Keil-Paust
Pfarrer Martin Pense (0231/462960)

Logo-Miteinander essen

BANKVERBINDUNG:
Spendenkonto Ev. Kirchengemeinde Hörde
Sparkasse Dortmund
IBAN: DE18 4405 0199 0511 0070 54
Verwendungszweck:
„Miteinander essen“
Name und Adresse bitte angeben für die Spendenbescheinigung!

HINTERGRUND – WIE FING ALLES AN?

Das Hilfsprojekt „Miteinander Essen“ ist im September 2007 aufgrund eines Hilferufs von Bernd Lohhoff, Rektor der Hörder Brücherhof-Grundschule entstanden. Dort gab es einen Missstand in der Übermittagbetreuung, dass viele Kinder aus sozial-schwachen Familien die Finanzierung der Mittagsmahlzeiten nicht aufbringen könnten.
Daraufhin hat die Evangelische Kirchengemeinde Hörde sofort Hilfe angeboten und die Werbetrommel gerührt, damit Gelder zur Unterstützung direkt vor Ort in der Schulbetreuung zur Verfügung gestellt werden können. Das Abschiedskonzert der damaligen Kirchenmusikdirektorin Ruth Jürging bildete den Auftakt zu dem Projekt „Miteinander Essen“. Die Resonanz, für die Kinder zu spenden, war überraschend gut. Nach kurzer Zeit war die Essensversorgung für die Kinder an der Brücherhof-Grundschule für ein Schuljahr gesichert. Im Frühjahr 2008 wurde deutlich, dass auch an anderen Schulen und Kindertagesstätten in Hörde die Finanzierung der Mittagsmahlzeiten durch Land und Stadt für Kinder aus sozial-schwachen Familien nicht ausreichend war und so wurde das Projekt ausgeweitet.

Beachflag Miteinander essen

Mittlerweile werden in Hörde folgende Schulen und Kindergärten über das Projekt unterstützt: Brücherhof-Grundschule, Stift-Grundschule, Weingartenschule am See
Konrad-von-der-Mark-Haupt-Schule,
Marie-Reinders-Realschule,
Goethe-Gymnasium,
Phoenix-Gymnasium,
Ev. Familienzentrum „Zum Guten Hirten“ und
Ev. Elias-Kindergarten.

Außerdem werden die „LuziFair´s“ – Ev. Jugend Hörde, das Kinderprojekt am Hörder Neumarkt und das Eltern-Kind-Kochen der Dortmunder Tafel im Gemeindehaus unterstützt.

Der Bedarf ist in allen geförderten Institutionen nach wie vor sehr groß, so dass der Entschluss, unser Hilfsprojekt zu unterstützen, eine weitere große Hilfe für die Kinder im laufenden Schul- bzw. Kindergartenjahr bedeutet.
Vielen Dank!

Stand: Januar 2020

Hier das Plakat zum Download:
MiteinanderEssen2019